Himmel und Meer – Radziwills Seestücke
In einem drei Jahre umfassenden Ausstellungsprojekt untersucht die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT, wie ökologische Fragen und Ideen das Werk Franz Radziwills bestimmt haben. Die Ausstellung 2026/27Himmel und Meer – Franz Radziwills Seestücke bildet den Abschluss des Ökologie-Projekts und ist als Jubiläumsausstellung mit etwa 25 Exponaten zugleich ihr Höhepunkt: Die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT feiert in diesem Jahr das vierzigste Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 1986, drei Jahre nach dem Tod des Malers (1895 – 1983).
Schon die beiden ersten Jahresausstellungen bewiesen, dass die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT mit dem Langzeit-Projekt zum Umweltschutz den Nerv der Zeit getroffen hat. Radziwills Bilder zeigen visionär den sich verschärfenden Konflikt von Mensch und Natur und sie regen an zur Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Gegenwart.

Der Maler thematisierte diese Entwicklung längst vor den Warnungen des Club of Rome 1972 („Die Grenzen des Wachstums“). Er stemmte sich gegen den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre, als die Anliegen von Naturschützern eher belächelt wurden.
Inzwischen gehört es zum Allgemeinwissen, dass die Eingriffe des Menschen in die Natur das Klima tiefgreifend verändern und sich Entwicklungen ankündigen, die die Lebensbedingungen auf der Welt drastisch verschlechtern.

Die anfängliche Begeisterung des jungen Franz Radziwill für alles Neue, das die moderne Technik entwickelte, wich einer skeptischen Betrachtung durch die traumatische Erfahrung des ersten Weltkriegs. Die Schrecken des zweiten Weltkriegs machten ihn endgültig zum unerbittlichen Mahner, sodass er fragte: „Dürfen wir alles tun, was wir tun können?“
Gleichzeitig sprechen die Gemälde von der wehmütigen Sehnsucht nach einer harmonischen Welt, in der die Menschen mit allen Mitgeschöpfen gut leben können.
Dieses wiederkehrende Motiv der Kunst Franz Radziwills durchzieht vor allem seit der Übersiedlung nach Dangast sein gesamtes Schaffen, unabhängig von stilistischen Umbrüchen und Neuorientierungen seiner Malerei. Das Spannungsverhältnis zwischen notwendiger Beherrschung der Natur im Sinn des menschlichen Überlebens und die damit verbundene Kehrseite, einer Entfesselung zerstörerischer Kräfte durch Technik und bedenkenloses Wirtschaften, trieb ihn zeitlebens um.
So zeigt das Ausstellungsprojekt Himmel und Meer – Radziwills Seestücke 2026/27 den Maler auch als Naturschützer des Wattenmeeres und spannt einen Bogen von der Schönheit bis zur Gewalt des Meeres, vom Fernweh mit Entdeckungen und Handel bis zum Heimweh. Es geht ihm um den notwendigen Schutz vor Sturmfluten und den gleichfalls notwendigen Schutz des Meeres – mit allem, was darin lebt – vor dem Tun des Menschen.






Rückblick
Ausstellungen im Künstlerhaus sowie Kooperationen seit 1987
21.06.87 – 01.01.89 – Raum und Haus
05.03.89 – 31.12.89 – Franz Radziwill – Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik
25.02.90 – 09.06.90 – Stillleben – gestörte Stille
01.07.90 – 17.06.91 – Bilder der Seefahrt
19.06.91 – 01.12.91 – Franz Radziwill – der Maler
06.02.95 – 30.04.95 – Franz Radziwill und Dangast
11.02.95 – 23.04.95 – Franz Radziwill 1895 bis 1983. Das größte Wunder ist die Wirklichkeit in der Kunsthalle Emden
07.06.96 – 05.01.97 – Expressionisten in Dangast, Teil 1
09.02.97 – 29.06.97 – Franz Radziwill – Werke der 20er und 30er Jahre
06.07.97 – 02.11.97 – Expressionisten in Dangast, Teil 2
16.11.97 – 05.07.98 – Franz Radziwill – Wirklichkeit und Symbol. Bilder nach 1945
12.07.98 – 25.10.98 – Expressionisten in Dangast, Teil 3
29.11.98 – 30.05.99 – Franz Radziwill – Bilder aus norddeutschem Privatbesitz 1
20.06.99 – 12.06.00 – Franz Radziwill – Bilder aus norddeutschem Privatbesitz 2
18.06.00 – 17.09.00 – Franz Radziwill – Mythos Technik, Wanderausstellung zur EXPO 2000
12.06.00 – 30.09.00 – Untiefen – Kunst am Wasser
11.03.01 – 28.10.01 – Verschollen und wieder entdeckt
17.03.02 – 15.09.02 – Trude Rosner-Kasowski in Dangast
16.03.03 – 11.01.04 – Umbruch – 1923
14.03.04 – 09.01.05 – Meisterliches und Unbekanntes aus dem Frühwerk
13.02.05 – 08.01.06 – Blick nach Holland – Übernahme der Ausstellung durch das Museum in Arnheim
12.03.06 – 07.01.07 – Franz Radziwill in Dresden
25.03.07 – 28.08.07 – Franz Radziwill – Aquarelle. Das Bild vor dem Bild
02.09.07 – 06.01.08 – 100 Jahre Künstlerort Dangast
16.03.08 – 11.01.09 – Franz Radziwill und die moderne Welt in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever
20.07.08 – 11.01.09 – Franz Radziwill und die moderne Kunst im Schlossmuseum Jever
29.03.09 – 12.01.10 – Franz Radziwill – Der sachliche Romantiker
21.03.10 – 07.01.11 – Franz Radziwill in der Künstlergruppe „Die Sieben“
13.03.11 – 15.01.12 – Der Maler Franz Radziwill in der Zeit des Nationalsozialismus. In Kooperation mit der Kunsthalle Wilhelmshaven
25.03.12 – 13.01.13 – Entdeckungen – 25 Jahre Franz Radziwill Haus
24.03.13 – 12.01.14 – In der Nähe des Paradieses – Projekt Natur 1 in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever
30.03.14 – 11.01.15 – Die Halbinsel der Seligen – Projekt Natur 2 in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever
22.03.15 – 10.01.16 – Der Kosmos kann zerstört werden, der Himmel nicht
13.03.16 – 08.01.17 – Schneeweiß und Nachtschwarz
19.03.17 – 07.01.18 – Die Palette des Malers
11.03.18 – 13.01.19 – Fläche wird Bild
31.03.19 – 12.01.20 – Inszenierte Bildräume
16.05.20 – 10.01.21 – Lichtspiele
21.03.21 – 09.01.22 – Magie der Stille. Landschaften und Stillleben aus privaten Sammlungen
20.03.22 – 08.01.23 – Familie. Freunde. Fremde
26.03.23 – 07.01.24 – ALLES AUF ANFANG. Hundert Jahre Franz Radziwill in Dangast
17.03.24 – 05.01.25 Was da kreucht und fleucht
30.03.25 – 04.01.26 Himmel und Erde – Radziwills Landschaften
29.03.26 – 10.01.27 Himmel und Meer – Radziwills Seestücke
