Ausstellung 2026

Himmel und Meer – Radziwills Seestücke

Blick auf die Küste von Cap Griz-Nez, 1940. Ölgemälde, Privatbesitz

In einem drei Jahre umfassenden Ausstellungsprojekt untersucht die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT, wie ökologische Fragen und Ideen das Werk Franz Radziwills bestimmt haben. Die Ausstellung 2026/27Himmel und Meer – Franz Radziwills Seestücke bildet den Abschluss des Ökologie-Projekts und ist als Jubiläumsausstellung mit etwa 25 Exponaten zugleich ihr Höhepunkt: Die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT feiert in diesem Jahr das vierzigste Jubiläum ihrer Gründung im Jahr 1986, drei Jahre nach dem Tod des Malers (1895 – 1983).
Schon die beiden ersten Jahresausstellungen bewiesen, dass die FRANZ RADZIWILL GESELLSCHAFT mit dem Langzeit-Projekt zum Umweltschutz den Nerv der Zeit getroffen hat. Radziwills Bilder zeigen visionär den sich verschärfenden Konflikt von Mensch und Natur und sie regen an zur Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Gegenwart.

Die Küste. 1950, Ölgemälde, Stadtmuseum Oldenburg

Der Maler thematisierte diese Entwicklung längst vor den Warnungen des Club of Rome 1972 („Die Grenzen des Wachstums“). Er stemmte sich gegen den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre, als die Anliegen von Naturschützern eher belächelt wurden.
Inzwischen gehört es zum Allgemeinwissen, dass die Eingriffe des Menschen in die Natur das Klima tiefgreifend verändern und sich Entwicklungen ankündigen, die die Lebensbedingungen auf der Welt drastisch verschlechtern.

Die Welle, 1921/22, Ölgemälde, Stadtmuseum Oldenburg

Die anfängliche Begeisterung des jungen Franz Radziwill für alles Neue, das die moderne Technik entwickelte, wich einer skeptischen Betrachtung durch die traumatische Erfahrung des ersten Weltkriegs. Die Schrecken des zweiten Weltkriegs machten ihn endgültig zum unerbittlichen Mahner, sodass er fragte: „Dürfen wir alles tun, was wir tun können?“

Gleichzeitig sprechen die Gemälde von der wehmütigen Sehnsucht nach einer harmonischen Welt, in der die Menschen mit allen Mitgeschöpfen gut leben können.
Dieses wiederkehrende Motiv der Kunst Franz Radziwills durchzieht vor allem seit der Übersiedlung nach Dangast sein gesamtes Schaffen, unabhängig von stilistischen Umbrüchen und Neuorientierungen seiner Malerei. Das Spannungsverhältnis zwischen notwendiger Beherrschung der Natur im Sinn des menschlichen Überlebens und die damit verbundene Kehrseite, einer Entfesselung zerstörerischer Kräfte durch Technik und bedenkenloses Wirtschaften, trieb ihn zeitlebens um.

So zeigt das Ausstellungsprojekt Himmel und Meer – Radziwills Seestücke 2026/27 den Maler auch als Naturschützer des Wattenmeeres und spannt einen Bogen von der Schönheit bis zur Gewalt des Meeres, vom Fernweh mit Entdeckungen und Handel bis zum Heimweh. Es geht ihm um den notwendigen Schutz vor Sturmfluten und den gleichfalls notwendigen Schutz des Meeres – mit allem, was darin lebt – vor dem Tun des Menschen.


Die Bude im Schnee, 1952, Ölgemälde, Landesmuseum Kunst und Kultur Oldenburg

Download Faltblatt 2026 als PDF

Rückblick

Ausstellungen im Künstlerhaus sowie Kooperationen seit 1987

21.06.87 – 01.01.89 – Raum und Haus

05.03.89 – 31.12.89 – Franz Radziwill – Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafik


25.02.90 – 09.06.90 – Stillleben – gestörte Stille

01.07.90 – 17.06.91 – Bilder der Seefahrt

19.06.91 – 01.12.91 – Franz Radziwill – der Maler

06.02.95 – 30.04.95 – Franz Radziwill und Dangast

11.02.95 – 23.04.95 – Franz Radziwill 1895 bis 1983. Das größte Wunder ist die Wirklichkeit in der Kunsthalle Emden

07.06.96 – 05.01.97 – Expressionisten in Dangast, Teil 1

09.02.97 – 29.06.97 – Franz Radziwill – Werke der 20er und 30er Jahre

06.07.97 – 02.11.97 – Expressionisten in Dangast, Teil 2

16.11.97 – 05.07.98 – Franz Radziwill – Wirklichkeit und Symbol. Bilder nach 1945

12.07.98 – 25.10.98 – Expressionisten in Dangast, Teil 3

29.11.98 – 30.05.99 – Franz Radziwill – Bilder aus norddeutschem Privatbesitz 1


20.06.99 – 12.06.00 – Franz Radziwill – Bilder aus norddeutschem Privatbesitz 2

18.06.00 – 17.09.00 – Franz Radziwill – Mythos Technik, Wanderausstellung zur EXPO 2000

12.06.00 – 30.09.00 – Untiefen – Kunst am Wasser

11.03.01 – 28.10.01 – Verschollen und wieder entdeckt

17.03.02 – 15.09.02 – Trude Rosner-Kasowski in Dangast

16.03.03 – 11.01.04 – Umbruch – 1923

14.03.04 – 09.01.05 – Meisterliches und Unbekanntes aus dem Frühwerk

13.02.05 – 08.01.06 – Blick nach Holland – Übernahme der Ausstellung durch das Museum in Arnheim

12.03.06 – 07.01.07 – Franz Radziwill in Dresden

25.03.07 – 28.08.07 – Franz Radziwill – Aquarelle. Das Bild vor dem Bild

02.09.07 – 06.01.08 – 100 Jahre Künstlerort Dangast

16.03.08 – 11.01.09 – Franz Radziwill und die moderne Welt in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever

20.07.08 – 11.01.09 – Franz Radziwill und die moderne Kunst im Schlossmuseum Jever

29.03.09 – 12.01.10 – Franz Radziwill – Der sachliche Romantiker

21.03.10 – 07.01.11 – Franz Radziwill in der Künstlergruppe „Die Sieben“


13.03.11 – 15.01.12 – Der Maler Franz Radziwill in der Zeit des Nationalsozialismus. In Kooperation mit der Kunsthalle Wilhelmshaven

25.03.12 – 13.01.13 – Entdeckungen – 25 Jahre Franz Radziwill Haus

24.03.13 – 12.01.14 – In der Nähe des Paradieses – Projekt Natur 1 in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever

30.03.14 – 11.01.15 – Die Halbinsel der Seligen – Projekt Natur 2 in Kooperation mit dem Schlossmuseum Jever

22.03.15 – 10.01.16 – Der Kosmos kann zerstört werden, der Himmel nicht

13.03.16 – 08.01.17 – Schneeweiß und Nachtschwarz

19.03.17 – 07.01.18 – Die Palette des Malers

11.03.18 – 13.01.19 – Fläche wird Bild

31.03.19 – 12.01.20 – Inszenierte Bildräume

16.05.20 – 10.01.21 – Lichtspiele


21.03.21 – 09.01.22 – Magie der Stille. Landschaften und Stillleben aus privaten Sammlungen

20.03.22 – 08.01.23 – Familie. Freunde. Fremde

26.03.23 – 07.01.24 – ALLES AUF ANFANG. Hundert Jahre Franz Radziwill in Dangast

17.03.24 – 05.01.25 Was da kreucht und fleucht

30.03.25 – 04.01.26 Himmel und Erde – Radziwills Landschaften

29.03.26 – 10.01.27 Himmel und Meer – Radziwills Seestücke